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1851: Mary Shelley, britische Schriftstellerin (Frankenstein oder Der moderne Prometheus)

Name: Mary Shelley

Geburtsjahr: 1797

Nationalität: Britisch

Beruf: Schriftstellerin

Bekanntestes Werk: Frankenstein oder Der moderne Prometheus

Literarische Epoche: Romantik

Todestag: 1851

1851: Mary Shelley, britische Schriftstellerin (Frankenstein oder Der moderne Prometheus)

Als sie in eine Welt voller Vorurteile und Widerstände geboren wurde, schien das Schicksal von Mary Shelley bereits vorgezeichnet. Die Tochter der berühmten Philosophen Mary Wollstonecraft und William Godwin kam 1797 zur Welt, doch die Schatten ihrer Eltern drückten schwer auf ihren Schultern. Trotz des literarischen Erbes fühlte sie sich oft wie eine Außenseiterin ironischerweise genau dort, wo andere durch Geburt das Privileg der Akzeptanz erhielten.

Die leidenschaftliche Liebe zu dem Dichter Percy Bysshe Shelley sollte ihr Leben für immer verändern. Als sie 1814 mit ihm in die Flucht ging, sahen viele diese Verbindung als skandalös an. Doch trotz des gesellschaftlichen Stigmas ihre Mutter war tot und ihr geliebter Percy verheiratet ließen sich die beiden nicht unterkriegen. Vielleicht war es diese rebellische Ader, die sie dazu trieb, ein Werk zu schaffen, das die Grenzen von Menschlichkeit und Technologie ergründen würde.

1816 verbrachten sie einen Sommer am Genfersee mit Lord Byron und anderen Literaten. Doch was als unbeschwerte Zeit begann, verwandelte sich schnell in einen Albtraum: Der Verlust ihrer Kinder verfolgte Mary wie ein Schatten. Trotzdem nahm sie den Stift zur Hand und ließ ihrer Fantasie freien Lauf aus dem Schmerz entstand „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“. In dieser düsteren Erzählung stellte sie Fragen über Ethik, Wissenschaft und das menschliche Dasein selbst.

Ironischerweise wurde ihr Roman erst Jahre nach seiner Veröffentlichung wirklich berühmt; währenddessen kämpfte Mary mit Selbstzweifeln und dem Druck einer patriarchalen Gesellschaft. Immer wieder stellte man ihre Fähigkeiten in Frage war es wirklich möglich, dass eine Frau solch tiefgründige Themen behandelte? Vielleicht war genau dieser Zweifel der Katalysator für ihren kreativen Schaffensdrang.

Die Gestalt von Frankenstein wird bis heute oft missverstanden; nicht nur ein Monster aus einem Labor, sondern auch ein Sinnbild für den unstillbaren menschlichen Drang nach Wissen und Macht. Historiker berichten sogar von Parallelen zwischen ihrem Leben und dem ihres Protagonisten: Eine Kreatur erschaffen aus Trauer und dennoch gejagt von den Konsequenzen eigener Entscheidungen.

Nicht zuletzt ist es faszinierend zu betrachten, wie Mary Shelleys Vermächtnis selbst im 21. Jahrhundert weiterlebt: Filme über Frankenstein sprießen wie Pilze aus dem Boden; Diskussionen über künstliche Intelligenz scheinen direkt aus ihren Büchern entsprungen zu sein! Ironisch ist jedoch auch die Tatsache, dass ihre eigene Geschichte durch diese modernen Interpretationen manchmal eclipsiert wird – eine Schriftstellerin im Schatten ihres eigenen Werkes!

Scheint so als ob wir alle nach einem Platz im Geschichtsbuch streben…

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