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1838: Franz Brentano, deutscher Philosoph und Psychologe

Geburtsjahr: 1838

Beruf: Philosoph und Psychologe

Nationalität: Deutsch

Wichtige Beiträge: Begründer der Psychologie als Wissenschaft und Vertreter des Intentionalitätskonzepts.

Einfluss: Beeinflusste viele Philosophen und Psychologen des 20. Jahrhunderts.

Franz Brentano: Der Pionier der Psychologie und Philosophie

Franz Brentano wurde am 16. Januar 1838 in der Stadt Graz, Österreich, geboren und gilt als einer der einflussreichsten Philosophen und Psychologen des 19. Jahrhunderts. Sein innovativer Ansatz und seine Ideen haben nicht nur die zeitgenössische Philosophie, sondern auch die moderne Psychologie maßgeblich geprägt.

Brentano studierte an der Universität Graz und promovierte 1864. Er war ein Schüler des Philosophen und Theologen Anton Günther. Seine frühe Philosophie war stark von der Scholastik beeinflusst, besonders von Thomas von Aquin. Im Laufe der Zeit wendete sich Brentano jedoch zunehmend von der scholastischen Tradition ab und entwickelte eigene philosophische Theorien, die er in seinem Hauptwerk "Psychologie vom empirischen Standpunkt" (1874) darlegte.

In diesem Werk postulierte Brentano, dass die Psychologie eine Wissenschaft des Geistes und des Bewusstseins sein sollte, die auf empirischen Methoden basiert. Er führte das Konzept der Intentionalität ein, das besagt, dass alle mentalen Phänomene auf etwas gerichtet sind. Dieses Konzept wurde später zu einem zentralen Begriff in der phänomenologischen Philosophie und beeinflusste bedeutende Denker wie Edmund Husserl und Martin Heidegger.

Brentano lehrte an verschiedenen Universitäten, darunter Wien und Innsbruck, und brachte eine Reihe von Schülern hervor, die in ihren eigenen Disziplinen bedeutende Beiträge leisteten. Er war ein strenger Kritiker des Idealismus und plädierte für eine Rückkehr zu beobachtbaren und messbaren Fakten als Grundlage der Wissenschaft.

Seine späteren Jahre waren geprägt von gesundheitlichen Problemen und Rückzug aus dem akademischen Leben. Am 21. Januar 1917 starb Brentano in der Stadt Freizeitort, Deutschland. Sein Erbe lebt jedoch weiter, nicht nur in der Philosophie, sondern auch in der Psychologie, wo seine Ideen zur Intentionalität und zur Wissenschaftlichkeit des Geistes die Basis für zahlreiche Forschungsrichtungen bildeten.

Brentano hinterlässt ein bemerkenswertes Erbe, das in den heutigen Philosophien des Geistes und in der psychologischen Forschung spürbar ist. Seine Arbeiten haben einen großen Einfluss auf das Denken des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus, und er bleibt ein zentraler Bezugspunkt für alle, die sich mit dem Studium des Bewusstseins und der Psychologie beschäftigen.

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