Die Gründung der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) im historischen Kontext
Stellen Sie sich vor, es ist der 4. Januar 1960, um 10:30 Uhr in Stockholm. Die Luft ist kalt und klar, während eine Gruppe von Delegierten aus verschiedenen europäischen Ländern in einem Konferenzraum zusammenkommt. Der Raum ist gefüllt mit dem Rascheln von Dokumenten und dem leisen Murmeln von Verhandlungen. Die Zeichen stehen auf Zusammenarbeit und Fortschritt; sie wissen, dass sie einen historischen Vertrag unterzeichnen werden – den zur Gründung der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA).
Die Gründungsmitglieder
Die EFTA wurde von sieben Mitgliedsstaaten ins Leben gerufen: Dänemark, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich. Diese Länder hatten ein gemeinsames Interesse an der Schaffung eines Freihandelsraums, der den Austausch von Waren und Dienstleistungen erleichtern würde, ohne die tiefergehende Integration der EWG.
Ziele der EFTA
Das Hauptziel der EFTA war die Förderung des freien Handels zwischen den Mitgliedstaaten. Dies sollte durch die Beseitigung von Zöllen und Handelshemmnissen erreicht werden. Die EFTA wollte auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit und die gemeinsame Entwicklung der Industrie in den Mitgliedsländern fördern.
Hintergrund der Gründung
In den späten 1950er Jahren, angesichts der sich vertiefenden Integrationsbemühungen innerhalb der EWG, sahen viele europäische Länder die Notwendigkeit eines eigenen wirtschaftlichen Bündnisses. Die Mitgliedsstaaten der EFTA waren historisch neutral oder wollten aus verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Gründen nicht Teil der EWG werden.
Die Entwicklung der EFTA
In den folgenden Jahren erlebte die EFTA verschiedene Veränderungen. Die Vereinigung ermöglichte es den Mitgliedsstaaten, ihre Handelsbeziehungen mit Drittländern zu stärken. Im Jahr 1970 trat Finnland der EFTA bei. Die EFTA entwickelte sich weiter, als Mitte der 1990er Jahre die Europäische Union sich erweiterte und neue Mitgliedsstaaten hinzukamen.
Aktuelle Relevanz der EFTA
Obwohl die EFTA in den letzten Jahrzehnten nicht mehr die gleiche zentrale Rolle im europäischen Handel spielt wie zu ihren Anfangszeiten, bleibt sie ein wichtiges Handelsbündnis. Derzeit sind die EFTA-Mitgliedstaaten Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island. Diese Länder pflegen weiterhin enge Handelsbeziehungen mit der EU und anderen internationalen Partnern.
Bedeutung und Wichtigkeit des Vertrags
Die EFTA wurde als Reaktion auf die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) ins Leben gerufen, die im Jahr 1957 gegründet wurde. Diese Entwicklung stellte eine tiefgreifende Veränderung in der europäischen Wirtschaftspolitik dar; es war ein erster Schritt hin zu einer wirtschaftlichen Integration, die Europa stabilisieren und einen wirtschaftlichen Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg fördern sollte. Während einige Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien den Weg zur Integration über die EWG einschlugen, wählten andere Staaten den Pfad eines freihandelsorientierten Ansatzes.
Laut einigen Quellen trat das Abkommen am 1. Mai 1960 in Kraft, was bedeutete, dass Dänemark, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich ihre Handelsbeziehungen untereinander verbessern würden. Dieses Vorhaben war nicht nur ein wirtschaftlicher Schritt; es hatte auch politische Implikationen im Hinblick auf den Kalten Krieg und die geopolitischen Spannungen dieser Zeit.
Die Gründungsmitglieder: Ein Zusammenspiel von Nationen
Das Zusammenkommen dieser sieben Länder war mehr als nur eine wirtschaftliche Übereinkunft; es stellte auch einen Versuch dar, alternative Wege zur europäischen Integration zu finden. Jedes Land brachte eigene Interessen an den Tisch:
- Dänemark: Wollte seine landwirtschaftlichen Exporte sichern.
- Nowegen: Hatte Interesse an Fischerei- sowie Energiewirtschaft.
- Österreich: Strebt nach einer stärkeren Marktöffnung für Industriegüter.
- Portugal: Wünschte sich Unterstützung für seine Kolonien.
- Schweden: Setzte auf seinen innovativen Industriesektor.
- Schweiz: Verfolgte eine Politik des freien Handels ohne direkte politische Bindungen.
- Vereinigtes Königreich: Sucht neue Märkte außerhalb der bisherigen dominierenden Einflussbereiche innerhalb des Commonwealths.
Ereignisse rund um die Unterzeichnung: Ein Rückblick auf die Stimmung vor Ort
Laut offiziellen Berichten waren bei der Unterzeichnung mehr als 200 Vertreter aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten anwesend – Diplomaten ebenso wie Wirtschaftsvertreter oder Wissenschaftler. „Ich erinnere mich an das Lächeln unseres Delegationsleiters“, erzählt Gunnar Johansson aus Schweden in einem Interview Jahre später: „Wir fühlten uns wie Teil eines großen Wandels.“ Dies spiegelte sich nicht nur im Raum wider; viele europäische Zeitungen berichteten enthusiastisch über diese Initiative als „neuen Kurs für Europa“.
An diesem kalten Januartag bemerkten viele Anwesende eine kollektive Hoffnung im Raum – Hoffnung auf Stabilität durch Zusammenarbeit statt durch Konflikt. Es wird behauptet, dass während dieser Versammlung auch Ideen über zukünftige Projekte besprochen wurden: Verkehrsverbindungen zwischen den Mitgliedsländern sollten gefördert werden ebenso wie gemeinsame Forschungsprojekte zur technologischen Entwicklung.
Solidarität vor sozialen Medien: Der Zusammenhalt zwischen Ländern
In einer Zeit ohne soziale Medien oder sofortige Kommunikationsmöglichkeiten standen Telefonketten in den einzelnen Ländern hoch im Kurs! Familien telefonierten miteinander darüber hinaus organisierte man Nachbarschaftshilfen um Veranstaltungen zu planen oder Informationen auszutauschen.
- An vielen Orten gab es Radioprogramme mit Interviews mit Delegierten,
- während lokale Gemeinschaften Spendenaktionen veranstalteten,
- wenn Bedarf entstand – oft um bei Fahrgemeinschaften zur Hauptversammlung mitzuhelfen.